
Warum wir unsere Badezimmerheizungen durch „Feuchtigkeitshölle“ schicken
Badezimmer sind ehrlich gesagt eine Qual für Elektronikgeräte. Einerseits ist es dort eiskalt, andererseits herrscht dort eine Luftfeuchtigkeit von 100%. Für eine Infrarotheizlampe bedeutet das den sicheren Untergang.
Wir wollen nicht raten, ob eine Lampe langlebig sein wird. Wir ziehen es vor, sie selbst im Labor zu zerstören, anstatt dass sie in Ihrem Badezimmer kaputtgeht.
Was passiert eigentlich, wenn alles feucht wird?
Wasserdampf ist wirklich gefährlich – er bleibt nicht einfach an der Außenseite der Geräte. Er findet kleine Lücken, durch die er in die Elektronik eindringen kann. Wenn diese Feuchtigkeit die Leitungen oder die Elektroden berührt, entsteht Oxidation. Das wiederum führt zu Widerständen, die wiederum Hotspots verursachen. Letztendlich brennt die Lampe aus oder der Anschluss funktioniert nicht mehr. Das ist sicherlich nicht das, was man während des Duschens haben möchte.
Um das zu verhindern, unterziehen wir unsere Geräte speziellen Tests unter Bedingungen hoher Feuchtigkeit und Hitze. Wir sperren sie in eine Kammer mit extrem hoher Temperatur und hoher Luftfeuchtigkeit – über Hunderte von Stunden hinweg. So können wir erkennen, ob es irgendwelche Lecks gibt oder ob die Isolierung versagt.
Auf der Suche nach „Mikrolücken“
Eine Lampe mag auf dem Arbeitsbrett perfekt aussehen. Doch im echten Badezimmer dehnen und ziehen sich alle Materialien unterschiedlich aus. Es handelt sich dabei um Quarzglas, Metallgehäuse und keramische Isolierstoffe, die alle unterschiedlich reagieren. Diese Bewegungen können Mikrolücken erzeugen. Wenn die Abdichtung nicht absolut dicht ist, dringt Feuchtigkeit ein.
Während dieser Tests überwachen wir genau die Leckströme und Spannungsabfälle. Wenn auch nur 2% der Geräte versagen, geben wir das gesamte Design auf und beginnen von vorn. Das ist zwar lästig, aber es ist viel billiger, als mit einer Massenrückrufaktion wegen defekter Geräte umzugehen.
Der Kompromiss
Durch diese Tests dauert die Herstellung etwas länger. Die Lampen werden nicht sofort versandt, nachdem sie montiert wurden – sie müssen erst einmal in der Kammer „leiden“. Doch der Aufwand lohnt sich. Dadurch können Sie sicher sein, dass die Lampen nach drei Monaten Gebrauch nicht noch kaputtgehen.