
Warum wir versuchen, die Heizgeräte für Badezimmer eigentlich zu zerstören – bevor man sie kauft
Seien wir ehrlich: Badezimmer sind ein Albtraum für elektronische Geräte. Es gibt dichten Dampf, Spritzer von Wasser – und Temperaturen, die selbst die stärksten Geräte zum Versagen bringen würden.
Wenn die Dichtungen nicht perfekt sind oder der Quarzrohr einen winzigen, unsichtbaren Riss aufweist, wird das Heizgerät bereits nach wenigen Wochen ausfallen. Wir wollen nicht raten, ob das Gerät lange funktionieren wird – wir möchten es einfach wissen. Deshalb zwingen wir die Geräte an ihre Grenzen.
Der „Dampfkammer-Test“
Jede Charge wird einem sogenannten Feuchtigkeitsstress-Test unterzogen. Im Grunde genommen werden die Heizgeräte tagelang in einer heißen, feuchten Umgebung gelassen. Das ist eine Abkürzung – wir komprimieren also Jahre an Belastung in wenigen Tagen Testzeit.
Das Problem ist: Feuchtigkeit zerstört gerne die elektrischen Kontakte. Wenn Dampf in den Gehäuseeinsatz gelangt, entsteht Oxidation an den Anschlüssen. Dadurch entsteht Widerstand, was wiederum zu Hotspots führt – bis schließlich das ganze Gerät nicht mehr funktioniert. Indem wir die Geräte an ihre Grenzen bringen, können wir herausfinden, wo die Dichtungen undicht sind, noch bevor das Produkt unser Lager verlässt.
Das Gleichgewicht finden
Die Wasserdichtigkeitsklasse auf der Spezifikationsliste ist nur eine Zahl. Sie sagt wenig aus, wenn die Materialien nicht wirklich belastbar sind. Wir nehmen uns viel Zeit, um zu überprüfen, ob die Dichtungen noch intakt sind oder ob die Beschichtung der Infrarotlampe halten bleibt.
Aber es gibt ein Problem: Wenn wir das Gerät zu fest abdichten, um Wasser fernzuhalten, bleibt die Hitze im Inneren des Geräts stecken. Wenn wir die Wasserdichtigkeit jedoch übertrieben hoch ansetzen, könnten die internen Komponenten beschädigt werden. Es handelt sich dabei um ein Gleichgewichtsproblem – wir müssen die Wasserdichtigkeit so einstellen, dass die Lampe genug Luft bekommt.
Was wir eigentlich suchen
Wenn wir ein Gerät aus der Kammer holen, prüfen wir drei Dinge:
Ist es immer noch sicher? Wir prüfen den Isolierwiderstand. Wenn nach 100 Stunden Dampfbelastung immer noch Leckströme auftreten, ist das Gerät ungeeignet.
Ist das Glas immer noch klar? Wir schauen uns das Quarzglas an. Wenn es durch Reaktionen mit herkömmlichen Reinigungsmitteln trüb wird, haben wir ein Problem.
Funktioniert das Gerät noch richtig? Wir testen das Gerät unter thermischen Schocks – bei unterschiedlichen Temperaturen –, um sicherzustellen, dass es weiterhin genau dann einschaltet und ausschaltet, wie es soll.
Letztendlich ist ein Defekt in einem Badezimmer nicht nur lästig – es stellt auch ein Sicherheitsrisiko dar. Wir erledigen diese Arbeit jetzt, damit Sie sich später keine Sorgen machen müssen.